Fälle des Notariats
Beispiel 1
Herr Stalder ist verheiratet und möchte ein Eigenheim erwerben, am liebsten ein nach seinen Wünschen erstelltes Einfamilienhaus. Soll er die Liegenschaft mit seiner Frau erwerben? Soll er einen Architekten mit der Planung beauftragen und die Handwerker selber auslesen oder ist es besser, einen Generalunternehmer mit der Erstellung des schlüsselfertigen Hauses zu beauftragen? Wie soll die Liegenschaft finanziert werden, bringt ein Vorbezug aus der 2. Säule einen Vorteil?
Beispiel 2
Herr Muster ist Eigentümer eines Einfamilienhauses. Er ist geschieden und hat aus seiner ersten Ehe zwei Töchter und einen Sohn. Er lebt heute mit seiner neuer Lebenspartnerin zusammen. Diese beiden möchten ihren künftigen Nachlass regeln, wobei beim Tode von Herrn Muster seine Lebenspartnerin weiterhin die Möglichkeit haben soll, im Einfamilienhaus zu bleiben. Wie kann Herr Muster seine Partnerin begünstigen?
Beispiel 3
Herr Schneider ist Inhaber einer Metallbauschlosserei. Der Betrieb soll einmal von einem seiner drei Kinder übernommen werden. Wie kann sichergestellt werden, dass der Übernehmer das Geschäft erfolgreich weiterführen kann. Ist es allenfalls zweckmässig, die Einzelfirma in eine Gesellschaft mit beschränkter Handlung oder in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln?
Beispiel 4
Herr und Frau Krüger sind Eigentümer einer Eigentumswohnung. Sie haben zwei Kinder. Sie möchten ihre Eigentumswohnung auf die beiden Kinder übertragen und für sich das Recht behalten, solange sie möchten, allenfalls bis zu ihrem Tod, dort wohnen zu bleiben. Welche Möglichkeiten einer Übertragung auf die Kinder gibt es? Müssen Grundstückgewinnsteuern bezahlt werden und welche Auswirkungen hat dies, falls ein Elternteil einmal pflegebedürftig wird? Wie weit haften die Kinder für die Kosten des Pflegeheimes?